1904 wurde eine erste Orgel der Firma Koulen in der Mettlacher Lutwinuskirche errichtet. Ein Teil des Pfeifenmaterials dieses Instruments ist bis heute erhalten.

Im Jahre 1957 wurde das Instrument aus der Orgelbauanstalt Haerpfer-Erman aus Boulay an der Mosel in der Pfarrkirche St. Lutwinus geweiht. Klanglich stellt das Instrument eine Symbiose aus französischer Romantik und eine an den Idealen des barocken Orgelbaus orientierte Ästhetik dar.

2007 wurde die Orgel klanglich überarbeitet und technisch saniert. Die Arbeiten wurden von der Orgelbaufima Kutter aus Friedrichsroda/Thüringen ausgeführt. Dabei galt es, die Orgel in wesentlichen Bereichen in ihrer Gestalt zu erhalten.  So wurde der Spieltisch zwar mit einer Setzeranlage versehen, jedoch ohne eine optische Veränderung vorzunehmen.

Als ein in unserer Region einmaliges Register wurde die klanggewaltige Tuba magna (Compton/England) 2012 in das Intrument eingebaut. Ein besonderes Zeugnis viktorianischer Orgelbaukunst aus der Manufaktur Compton/England.

Zur Wallfahrt 2017 wurde ein 37-töniges Röhrenglockenspiel (tintinabulum dionysiaca) aus der Werkstatt Kutter eingeweiht und erfreut seitdem Gottesdienst- und Konzertbesucher.

Im Sommer 2018 wurde die Orgel durch Hinzubau weiterer Register komplettiert. Das Instrument zählt heute 60 klingende Register, verteilt auf 3 Manuale und Pedal.

Sie ist -nach St. Johann und Christkönig in Saarbrücken- die drittgrößte Orgel im Saarland.

Die aktuelle Disposition finden Sie hier:

 

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Disposition St. Lutwinus ab 2018.pdf
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Einen kurzen klanglichen Eindruck erhalten Sie hier:


Einen ausführlichen geschichtlichen Abriss der Mettlacher Orgel bietet die Festschrift "50 Jahre Haerpfer-Erman-Orgel".

Dieses Heft ist im Pfarrbüro Mettlach und in der Kirche am Schriftenstand erhältlich!